Holdingstrukturen in Österreich: Steuervorteile und praktische Überlegungen
Eine österreichische Holdinggesellschaft kann ein mächtiges Instrument zur internationalen Steueroptimierung sein. Erfahren Sie, wie Schachtelbegünstigung und Abkommen-Netzwerke in der Praxis funktionieren.
Österreichische Holdinggesellschaften profitieren von einem der günstigsten Beteiligungsfreistellungssysteme in der EU. In Kombination mit dem umfangreichen Netzwerk an Doppelbesteuerungsabkommen macht dies Österreich zu einem attraktiven Standort für Holdingstrukturen.
Die Schachtelbegünstigung (Participation Exemption)
- Internationale Schachtelbegünstigung — Dividenden von qualifizierten ausländischen Tochtergesellschaften sind zu 100 % von der Körperschaftsteuer befreit.
- Inländische Schachtelbegünstigung — Dividenden von österreichischen Tochtergesellschaften sind steuerfrei, wenn die Beteiligung mindestens 10 % beträgt.
Senkung der Quellensteuer durch Abkommen
Österreich hat Doppelbesteuerungsabkommen mit über 90 Ländern. Die Abkommenssätze für Dividenden, Zinsen und Lizenzen sind oft auf 0–15 % reduziert.
Substanzerfordernisse
Um von Abkommensvorteilen zu profitieren und BEPS-Herausforderungen zu vermeiden, müssen österreichische Holdinggesellschaften über echte wirtschaftliche Substanz verfügen: tatsächliche Büroräume, lokale Geschäftsführer mit Entscheidungsbefugnis und dokumentierte Managementaktivitäten.
AT–UA Holdingstrukturen
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und der Ukraine bietet günstige Quellensteuersätze (5 % auf Dividenden bei einer Beteiligung von über 20 %). NEXORA strukturiert konforme Holding-Arrangements und bietet laufende Steuerberatung für Ihre internationale Gruppe.
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